10 Jahre Fachstelle Migration in Husum
Über 3.000 Beratungen und wertvolle Unterstützung für Zugewanderte – ein Rückblick auf ein Jahrzehnt Engagement

Die Fachstelle Migration des Diakonischen Werks in Husum hat ihr zehnjähriges Jubiläum mit einer feierlichen Veranstaltung begangen. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und Gesellschaft würdigten dabei das kontinuierliche Engagement der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden, die seit einem Jahrzehnt zugewanderten Menschen einen Weg in ein neues Leben ebnen.
Würdigung für langjähriges Engagement
Bürgermeister Martin Kindl betonte in seinem Grußwort die Bedeutung der Fachstelle Migration für das gesellschaftliche Miteinander in Husum. „Migration ist längst Teil unseres Alltags“, so Kindl. Die Mitarbeitenden unterstützten Menschen bei Fragen rund um Sicherheit, Bildung, Arbeit und Zukunftsperspektiven. Zudem hob der Bürgermeister hervor, dass gerade die Brückenfunktion zwischen unterschiedlichen Kulturen und Institutionen für die Stadt von großer Bedeutung sei.
Das Engagement der Mitarbeitenden gehe dabei weit über Beratung hinaus – sie wirkten beim Spracherwerb, in Schule und Beruf, bei familiären Anliegen sowie bei sozialen Fragen als „Brückenbauerinnen und Brückenbauer“. Dieses Wirken trage entscheidend dazu bei, dass Husum eine offene und solidarische Stadt bleibe.
Deutliche Zahlen und bewegende Einzelschicksale
Anhand der aktuellen Beratungszahlen wurde die Relevanz der Fachstelle Migration unterstrichen: Bis Ende September 2025 wurden fast 3.000 Beratungen durchgeführt, was einem Schnitt von etwa 320 Beratungen pro Monat entspricht. Besonders betont wurde, dass hinter jeder einzelnen Beratung ein Mensch mit einer individuellen Geschichte steht.
Als Beispiel wurde von einer jungen Mutter aus der Ukraine berichtet, die in Husum nicht nur Schutz gefunden hat, sondern auch Unterstützung bei der Wohnungssuche, der Kinderbetreuung sowie bei der Anerkennung ihrer beruflichen Qualifikationen erhielt. „Dank Ihres Engagements hat sie und haben ihre Kinder heute wieder eine Perspektive“, lobte Martin Kindl die Arbeit der Fachstelle.
Dank und Ausblick
Im Namen der Stadt Husum und des Stadtverordnetenkollegiums sprach Bürgermeister Kindl allen Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen seinen Dank aus. Ihr Einsatz sei ein „menschlicher, sozialer und gesellschaftlicher Gewinn“ für Husum. Abschließend wünschte er dem Team weiterhin Kraft, Geduld und Freude für die kommende Arbeit.
Weitere Beteiligte
Im Rahmen der Jubiläumsfeier wurden neben Bürgermeister Martin Kindl auch Cordula Wulfert, Abteilungsleitung Migration, und Jens Grehm, Geschäftsführer des Diakonischen Werks Husum, als zentrale Personen genannt.
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