Sprache wählen

Husum kämpft gegen Eschentriebsterben

Kommunaler Servicebetrieb fällt kranke Eschen und Ulmen – Nachpflanzungen sichern das Stadtbild

Von Husums Redaktion
Husum kämpft gegen Eschentriebsterben
Bild zum Beitrag© Husums RedaktionBild 1 von 4

In Husum beginnen in den kommenden Wochen umfangreiche Baumfällungen: Der Kommunale Servicebetrieb Husum (KSH) muss zahlreiche Eschen und Ulmen entfernen. Die Ursache ist das sogenannte Eschentriebsterben, eine Krankheit, die seit Jahren massive Schäden am heimischen Baumbestand verursacht. Laut KSH geht von den betroffenen Bäumen eine erhebliche Gefahr für Verkehr und Infrastruktur aus, weshalb die Stadt jetzt im Interesse der öffentlichen Sicherheit handelt.

Hintergründe zum Eschentriebsterben

Das Eschentriebsterben, ausgelöst durch den eingeschleppten Pilz Hymenoscyphus fraxineus, sorgt innerhalb weniger Jahre dafür, dass Eschen ihre Kronen und schließlich das gesamte Leben verlieren. Besonders alarmierend: Manche Bäume, die im Vorjahr noch vital erschienen, sind inzwischen fast vollständig abgestorben. Auch einzelne Ulmen sind betroffen.

"Es handelt sich um gut begründete und notwendige Fällungen", erläutert Martin Boecker, Bauhofleiter des KSH. Laut Boecker seien die Bäume kurz- bis mittelfristig nicht mehr standsicher und könnten Menschen, Tiere und Infrastruktur gefährden. Alle zu fällenden Bäume habe Boecker persönlich begutachtet.

Dringlichkeit und Maßnahmen

Die betroffenen Bäume sind bereits farbig markiert und werden in den nächsten Wochen gefällt. Die Maßnahmen werden nicht nur aus Gründen der Verkehrssicherheit, sondern auch gemäß den gesetzlichen Vorgaben durchgeführt. Geschützt werden dabei Tiere und Pflanzen: "Die Fällungen werden innerhalb der gesetzlichen Schutzfrist nur bei Bäumen mit akuter Verkehrsgefährdung und unter Beachtung des Artenschutzes sowie in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Nordfriesland (UNB) vorgenommen", stellt Boecker klar.

Der KSH arbeitet bei allen Schritten eng mit der Unteren Naturschutzbehörde, der städtischen Tiefbauabteilung und der zuständigen Stelle im Rathaus zusammen. Bäume, die unter die Baumschutzsatzung fallen oder für das Ortsbild prägend sind, sollen standortgerecht nachgepflanzt werden.

Regionale und überregionale Bedeutung

Von Schleswig-Holstein bis Bayern kämpfen Kommunen derzeit mit ähnlichen Ausmaßen des Eschentriebsterbens. Eine wirksame Behandlung oder Rettung betroffener Bäume gilt aktuell als aussichtslos.

Transparenz und Bürgerinformation

Martin Boecker betont die Sorgfalt und Verantwortung, mit denen die Maßnahmen in Husum durchgeführt werden: "Jeder einzelne Baum wurde geprüft und dokumentiert. Unsere Entscheidungen treffen wir aus Verantwortung für die Sicherheit aller Bürgerinnen und Bürger."

Die Fällungen erfolgen mit Blick auf eine sichere und nachhaltige Stadtentwicklung. Für Fragen rund um die geplanten Maßnahmen steht der Leiter des Kommunalen Servicebetriebs als direkter Ansprechpartner zur Verfügung.

Die weitere Entwicklung der Krankheit wird in Husum weiterhin intensiv beobachtet. Die Stadt stellt sicher, dass künftig Nachpflanzungen das Stadtbild erhalten und der Schutz von Menschen und Natur gleichermaßen Priorität hat.

Eigene Anzeige

Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen

Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.

Jetzt anfragen

Hat dir der Artikel geholfen? Teile ihn gern: