Husum kämpft um persönlichen Kundenservice am Bahnhof
Stadt fordert Beibehaltung von Beratung, Fachpersonal und Öffnungszeiten im Bahnhofsgebäude

Das Stadtverordnetenkollegium von Husum hat auf seiner jüngsten Sitzung einstimmig eine Resolution verabschiedet, die sich gegen die von der Deutschen Bahn angekündigten Änderungen im Betrieb der Reisezentren in Husum, Westerland, Niebüll und Heide richtet. Im Fokus steht die geplante Umwandlung dieser etablierten Anlaufstellen in sogenannte "NAH.SH-Servicestellen". Die Stadt Husum drückt damit ihr deutliches Interesse am Erhalt zentraler Qualitätsstandards im Service für die Reisenden aus.
Resolution fordert Erhalt des persönlichen Kundenservice
Die an die Deutsche Bahn AG, die DB Vertrieb GmbH sowie das Bundesministerium für Verkehr gerichtete Resolution hebt verschiedene wesentliche Forderungen hervor. Im Namen der Stadtverordneten, angeführt von Bürgermeister Martin Kindl, wird betont, dass insbesondere die folgenden Punkte gewährleistet bleiben sollen:
Die Stadt Husum setzt sich damit nachdrücklich für die Interessen der Reisenden und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Bahnhöfen ein.
Bedeutung des Bahnhofs Husum für die Region
Bürgermeister Martin Kindl betont, dass der Husumer Bahnhof eine zentrale Rolle für die Mobilität in Nordfriesland spielt. Er stellt eine wichtige Verbindung sowohl für Arbeits- und Ausbildungs-Pendlerinnen und -Pendler als auch für den Tourismus dar. Zu den angebundenen Destinationen zählen Sylt, St. Peter-Ording, Hamburg und Kiel.
Laut Kindl ist gerade der personenbediente Service für viele Reisende essenziell, insbesondere bei Störungen im Bahnverkehr. Ein direkter Ansprechpartner vor Ort werde von vielen weiterhin benötigt und könne nicht vollständig durch digitale Angebote ersetzt werden.
Stadt Husum setzt auf den Mensch im Mittelpunkt
Obwohl die Stadt Husum Verständnis für die wirtschaftlichen Interessen der Deutschen Bahn zeigt, fordert sie, dass bei den geplanten Umstrukturierungen der Mensch weiterhin im Mittelpunkt stehen muss. Die Aufrechterhaltung eines umfassenden Serviceangebots wird als Voraussetzung für eine zukunftsfähige und attraktive Mobilitätsinfrastruktur gesehen.
Forderung nach verlässlichen Zusicherungen
Mit der verabschiedeten Resolution bringt die Stadt Husum klar zum Ausdruck, dass die Interessen der Fahrgäste im Mittelpunkt stehen müssen. Ein Rückzug der Bahn aus der Fläche dürfe nicht auf Kosten der Reisenden erfolgen. Die Stadt verlangt daher verbindliche Zusagen seitens der Verantwortlichen für den dauerhaften Fortbestand des persönlichen Service in Husum und den weiteren betroffenen Standorten.
Die weitere Entwicklung wird zeigen, inwieweit die Forderungen von Bahn und Politik aufgegriffen werden und welche Auswirkungen dies auf den Service an den wichtigen Bahnhofsstandorten in Schleswig-Holstein haben wird.
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