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Husum sammelt Cent-Spenden für soziale Projekte

Mitarbeitende verzichten auf Restcent-Beträge und unterstützen Streetwork-Team sowie Winternotprogramm

Von Husums Redaktion
Husum sammelt Cent-Spenden für soziale Projekte
Bild zum Beitrag© Husums Redaktion

Die jährliche „Restcent-Aktion“ der Stadtverwaltung Husum unterstreicht das Engagement der Stadt für soziale Belange. In diesem Jahr konnten zwei zentrale Projekte des Diakonischen Werks Husum von der Initiative profitieren: Das Streetwork-Team sowie das Winternotprogramm erhielten jeweils eine Spende in Höhe von 377,76 Euro. Ziel der Aktion ist es, durch gemeinschaftliches Handeln konkrete Unterstützung vor Ort zu leisten.

Restcent-Aktion: Kleine Beträge – große Wirkung

Die Funktionsweise der Restcent-Aktion ist ebenso simpel wie effektiv. Rund 300 Mitarbeitende der Stadtverwaltung verzichten monatlich auf die Cent-Beträge hinter dem Komma ihres Gehalts oder ihrer Besoldung. Über das Jahr hinweg wird aus diesen vermeintlich kleinen Summen ein bedeutender Betrag, mit dem gezielt lokale Hilfsprojekte unterstützt werden können.

Diese gelebte Solidarität zeigt, dass auch kleine Beiträge gemeinsam eine große Wirkung entfalten können, insbesondere für Menschen in schwierigen Lebenslagen.

Unterstützung für das Streetwork-Team Husum

Das Streetwork-Team des Diakonischen Werks ist in Husum seit Jahrzehnten ein fester Ansprechpartner für Jugendliche und junge Erwachsene, die professionelle Unterstützung benötigen. Am Standort „Eishaus“ in der Neustadt engagieren sich drei Streetworker – Ann-Kristin Rode-Mittag, Kevin Petersen und Erik Hähling – mit rund 50 Arbeitsstunden pro Woche.

  • Aufsuchende Arbeit an öffentlichen Treffpunkten
  • Individuelle Begleitung in schwierigen Lebenssituationen
  • Präventionsarbeit an Schulen
  • Betreuung der Jungsgruppe „Wilde Jungs“ im Skaterpark
  • Kooperation mit weiteren sozialen Akteuren
  • Weitergabe von Spenden und Hilfen aus Fonds
  • Das Team feierte kürzlich sein 30-jähriges Bestehen – ein Beleg für langjähriges und kontinuierliches Engagement im Bereich der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Husum.

    Winternotprogramm bietet Schutz in der kalten Jahreszeit

    Auch das Winternotprogramm der Beratungsstelle für Wohnungslose des Diakonischen Werks Husum wurde durch die Restcent-Spende bedacht. Dieses freiwillige Angebot richtet sich speziell an Menschen ohne festen Wohnsitz, die während der Wintermonate besonderen Schutz benötigen. Das Programm läuft von Dezember 2025 bis März 2026.

    • Tägliche Betreuung durch zwei Sozialarbeiter – Miriam Langer und Jens Frank – sowie einen Praktikanten
    • Schutz vor Erfrierungen
    • Unterstützung bei Behördengängen und Wohnungssuche
    • Weitergabe von Spenden und Hilfe bei Fonds-Anträgen
    • Übernachtungsmöglichkeit in einer eigens eingerichteten Wohnung (kein Mietverhältnis, befristet bis Ende März)
    • Vermittlung an weiterführende Hilfesysteme
    • Das Programm zielt darauf ab, den Betroffenen eine sichere Anlaufstelle und neue Perspektiven zu bieten – besonders in herausfordernden Lebenslagen während der Wintermonate.

      Engagement und Perspektive: Husum setzt Zeichen der Solidarität

      Mit der Restcent-Aktion setzt die Stadt Husum ein Beispiel für soziales Engagement auf lokaler Ebene. Die gezielte Unterstützung von Streetwork und Winternotprogramm stärkt nicht nur die Hilfestrukturen in der Stadt, sondern zeigt auch, was durch kollektives Handeln erreicht werden kann.

      Die jährliche Restcent-Aktion bleibt damit ein wichtiger Baustein im sozialen Engagement der Stadt und eine Einladung an andere, diesem Beispiel zu folgen.

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