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Husum stärkt Hilfe für Frauen in Not

Zuschuss für „Frauen gegen Gewalt gGmbH“ steigt auf über 57.000 Euro – Unterstützung für Betroffene wird ausgebaut

Von Husums Redaktion

Die Stadt Husum stärkt ihr Engagement gegen Gewalt an Frauen: Für das Haushaltsjahr 2026 wurde einer deutlichen Erhöhung des städtischen Zuschusses an die neu gegründete gemeinnützige Gesellschaft „Frauen gegen Gewalt gGmbH“ zugestimmt. Dies geht aus einer aktuellen Pressemitteilung hervor.

Neugründung und Trägerschaft

Seit Januar agiert die „Frauen gegen Gewalt gGmbH“ als eigenständige Organisation unter der Trägerschaft der Frauenberatungsstellen Husum und Niebüll. Die Leitung der Gesellschaft hat Naciye Demirbilek übernommen.

Die Beratungsstellen sind bereits seit vielen Jahren zentrale Anlaufstellen für Menschen, die sich in akuten Krisen- und Gewaltsituationen befinden. Zu ihren Aufgaben zählen:

  • Psychosoziale Beratung für Betroffene von Gewalt
  • Präventionsarbeit in Schulen und Institutionen
  • Vernetzung mit anderen Hilfsangeboten und Institutionen
  • Anerkennung als Interventionsstelle für häusliche Gewalt nach §201a
  • Mitwirkung am landesweiten Hochrisikomanagement zum Schutz besonders gefährdeter Frauen
  • Hintergrund der Zuschusserhöhung

    Die Geschäftsführung der Gesellschaft beantragte eine Erhöhung des städtischen Zuschusses auf 57.646,50 Euro für das Jahr 2026. Zuletzt hatten gesetzliche Veränderungen und eine Ausweitung der Aufgaben insbesondere einen steigenden Personal- und Koordinationsbedarf zur Folge.

    Der gestiegene Bedarf lässt sich vor allem auf folgende Faktoren zurückführen:

    • Tarifliche Anpassungen im öffentlichen Dienst
    • Steigende Sachkosten (beispielsweise für Miete, Energie, Datenschutz und Arbeitssicherheit)
    • Erweiterte Aufgaben und Angebotsspektrum
    • Wachsende Anforderungen aufgrund gesetzlicher Änderungen
    • Mehr Investitionen in Fortbildungen
    • Politische Zustimmung und Bedeutung

      Im Rahmen der jüngsten Sitzung des Stadtverordnetenkollegiums wurde dem Antrag auf Zuschusserhöhung zugestimmt. Damit will die Stadt Husum sicherstellen, dass die „Frauen gegen Gewalt gGmbH“ auch weiterhin einen umfassenden Schutz und professionelle Unterstützung für Betroffene bieten kann.

      Mit dieser Entscheidung unterstreicht die Stadt Husum die Bedeutung eines flächendeckenden Beratungs- und Schutzangebots – sowohl präventiv als auch in akuten Gefährdungssituationen.

      Die Entwicklung zeigt, dass zunehmende Anforderungen im Bereich Gewaltprävention und Interventionsarbeit ein dauerhaft hohes Maß an Ressourcen und Engagement von allen beteiligten Institutionen erfordern.

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