Mehr Personal für Husumer Ganztagsbetreuung
Ab 2026 unterstützt die Stadt zusätzliche Stellen an zwei Schulen, um Kinder mit besonderen Bedürfnissen besser zu fördern
Die Kinderschutzbund-Nord gGmbH, verantwortlich für die Offene Ganztagsbetreuung an der Klaus-Groth-Schule und der Bürgerschule in Husum, hat zusätzliche Personalstellen bei der Stadt beantragt. Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund eines seit Jahren wachsenden Förderbedarfs vieler Kinder. Ziel ist es, insbesondere Schülerinnen und Schüler mit besonderen Bedürfnissen künftig noch gezielter und individueller unterstützen zu können.
Steigender Förderbedarf und wachsende Herausforderungen
Sowohl an der Klaus-Groth-Schule als auch an der Bürgerschule wird seit geraumer Zeit von einem deutlichen Anstieg an Kindern mit Förderbedarf berichtet. Dazu zählen Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten, chronischen Erkrankungen oder sozial-emotionalen Entwicklungsverzögerungen. Viele von ihnen können nur eingeschränkt am regulären Unterricht teilnehmen und benötigen vor allem am Nachmittag eine intensive Begleitung – etwa bei der Erledigung von Hausaufgaben oder für die Einhaltung einer Tagesstruktur.
Durch den Trend zu ganztägigen Betreuungsangeboten und einer steigenden Anzahl betreuter Kinder stoßen die bisherigen Betreuungsschlüssel zunehmend an ihre Grenzen. Auch die Kapazitäten des schulischen Horts seien laut Kinderschutzbund-Nord gGmbH nahezu ausgeschöpft.
Geplante Maßnahmen für mehr Inklusion
Um eine inklusive und verlässliche Betreuung weiterhin zu gewährleisten, schlägt die Kinderschutzbund-Nord gGmbH die Schaffung zusätzlicher Fachkräftestellen vor. Konkret sind eine 20-Stunden-Stelle für die Bürgerschule sowie eine 30-Stunden-Stelle für die Klaus-Groth-Schule vorgesehen. Damit sollen besonders Kinder mit hohem Unterstützungsbedarf profitieren.
Die erwarteten zusätzlichen Arbeitgeberkosten belaufen sich laut dem Antrag auf 31.800,80 Euro jährlich für die Bürgerschule sowie 47.701,19 Euro für die Klaus-Groth-Schule.
Mehrwert für das Schulklima
Nach Angaben des Trägers soll der Einsatz von weiterem qualifiziertem Personal die Lern- und Entwicklungschancen der Kinder mit besonderem Bedarf gezielt verbessern. Ein zusätzlicher positiver Effekt: Auch das gesamte Schulklima kann von einer stärkeren personellen Unterstützung profitieren.
Zustimmung durch das Stadtverordnetenkollegium
Während seiner jüngsten Sitzung hat das Stadtverordnetenkollegium dem Antrag zugestimmt. Die zusätzlichen Stellen werden somit ab dem Jahr 2026 geschaffen.
Damit setzt Husum ein Zeichen für mehr individuelle Förderung und Inklusion an den Schulen – ein Thema, das angesichts der zunehmenden Heterogenität unter Schülerinnen und Schülern immer stärker in den Fokus rückt.
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