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Hamburgs Olympia-Bewerbung in der Kritik

BUND fordert Investitionen in Klimaschutz statt Milliarden für Spiele – Unterschriftensammlung und Kundgebung geplant

Von Naturteam-Hamburg

In Hamburg nimmt die Diskussion um eine Bewerbung für die Olympischen Spiele weiter Fahrt auf. Während Befürworter das Mega-Event als Chance für die Stadt bezeichnen, fordert der BUND Landesverband Hamburg eine Neuausrichtung der Investitionen. Statt Milliarden für Olympia zu investieren, plädiert der Umweltverband für einen umfassenden Stadtumbau mit mehr Grünflächen, sicheren Radwegen und einer klimafesten Infrastruktur.

Stadtumbau als Zukunftsstrategie

Die Vision des BUND: Straßenzüge voller grüner Oasen, Dachbegrünungen und breite, sichere Radwege sollen die Hansestadt attraktiver und widerstandsfähiger gegen den Klimawandel machen. „Wir müssen jetzt investieren, um unsere Stadt fit zu machen, statt in ein Prestigeprojekt, dessen Nutzen für die Menschen höchst unsicher ist,“ betont Sabine Sommer, Vorsitzende des BUND Landesverband Hamburg.

Die Initiative „Hamburg statt Olympia“ sieht in einer auf Klimaanpassung ausgerichteten Stadtentwicklung zahlreiche Vorteile:

  • Reduzierung von Hitze durch Grünflächen
  • Speicherung von Regenwasser zur Vorbeugung von Überschwemmungen
  • Verbesserung der Luftqualität
  • Höhere Aufenthaltsqualität für Bürgerinnen und Bürger
  • Kritik an Olympia-Bewerbung und Forderung nach Transparenz

    Die BUND-Projektgruppe fordert von Senat und Bürgerschaft eine umfassende und transparente Wirtschaftlichkeitsprüfung vor einem möglichen Olympia-Referendum. Die Initiative sieht ohne eine belastbare Kosten-Nutzen-Analyse keine Grundlage dafür, öffentliche Mittel in die Großveranstaltung zu investieren. „Ohne belastbare Kosten-Nutzen-Analyse wäre das haushaltsrechtlich ziemlich fragwürdig“, so der klare Appell aus den Reihen des BUND.

    Alternative Investitionen: Mobilität und Lebensqualität

    Nach Ansicht des BUND bieten Investitionen in die städtische Infrastruktur – wie etwa eine verbesserte Radinfrastruktur oder einen attraktiveren ÖPNV – deutlich mehr nachhaltigen Nutzen für alle Hamburgerinnen und Hamburger. Die Stadt solle sich an erfolgreichen Beispielen wie Kopenhagen orientieren, um klimafreundliche und lebenswerte Stadtteile zu schaffen.

    Engagement der Initiative: Unterschriftensammlung gestartet

    Die BUND-Initiative will Bürgerinnen und Bürger aktiv in die Debatte einbinden und startet hierfür eine Unterschriftensammlung gegen die Olympia-Bewerbung. Das Ziel ist klar: Mehr Mitsprache für eine nachhaltige und zukunftsfähige Stadtentwicklung.

    Die Initiative lädt alle Interessierten zu einer öffentlichen Kundgebung ein, um den Appell an Senat und Bürgerschaft persönlich zu unterstützen.

    Termin im Überblick

    • Was: Appell an Senat und Bürgerschaft: „Landeshaushaltsordnung ernst nehmen und Wirtschaftlichkeitsuntersuchung für Olympia vorlegen!“
    • Wann: Dienstag, 13. Januar 2026, 15:00 Uhr
    • Wo: Rathausplatz, Hamburg
    • Vor Ort werden Sabine Sommer, Milena Fischer und weitere Sprecherinnen und Sprecher Statements abgeben und für Gespräche zur Verfügung stehen.

      Pressefotos zur Aktion ‚NEIN zu Olympia‘

      Fotos verfügbar ab ca. 15 Uhr am Veranstaltungstag

      https://www.flickr.com/

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