Neuer AED-Standort in Hergatz erweitert das öffentlich zugängliche Defibrillator-Netz

Mit einem neuen, rund um die Uhr öffentlich zugänglichen Defibrillator stärkt Hergatz die Notfallvorsorge im Landkreis Lindau weiter. Das Gerät steht nun im Ortsteil Hergatz zur Verfügung und ist 24 Stunden am Tag sowie sieben Tage die Woche zugänglich.
Die Anschaffung wurde durch das gemeinsame Engagement von Landkreis, Gemeinde, Gesundheitsregion Plus und Biohof Zwiesele möglich. Zusätzlich unterstützte die Sparkassenstiftung Schwaben-Bodensee das Vorhaben finanziell.
Nach den bereits bestehenden öffentlich zugänglichen Defibrillatoren in Maria-Thann und Wohmbrechts ist damit auch der Ortsteil Hergatz mit einem AED ausgestattet. Die Gesundheitsregion Plus des Landkreises Lindau verfolgt mit dem bedarfsgerechten Ausbau des Netzes öffentlich zugänglicher Defibrillatoren das Ziel, die notfallmedizinische Erstversorgung vor Ort zu stärken. Entscheidend sind dabei geeignete Standorte, gute Erreichbarkeit und der Zugriff unabhängig von Öffnungszeiten.
Gemeinde und Förderpartner unterstützen den Ausbau
Landrat Elmar Stegmann begrüßt die Entwicklung und betont die Bedeutung schnell erreichbarer Hilfe vor Ort. Er verweist darauf, dass mit jedem gut erreichbaren und öffentlich zugänglichen Defibrillator die Erstversorgung im Landkreis gestärkt werde und Kommune, Gesundheitsregion Plus und Förderpartner gemeinsam Verantwortung übernähmen.
Auch die Gemeinde Hergatz sieht den neuen Standort als wichtigen Schritt. Bürgermeister Oliver-Kersten Raab machte deutlich, dass der Defibrillator nicht an Öffnungszeiten gebunden sein solle und jederzeit zugänglich bleiben müsse. Er dankte zudem Herrn Spieler vom Biohof Zwiesele für die Bereitstellung des Standorts, durch die der Defibrillator rund um die Uhr für die Bevölkerung zugänglich ist.
Die Sparkassenstiftung Schwaben-Bodensee stellte der Gesundheitsregion Plus Landkreis Lindau insgesamt 4.250 Euro zur Verbesserung der notfallmedizinischen Erstversorgung und für den weiteren Ausbau des AED-Netzes zur Verfügung. Mit dieser Förderung konnten zwei zusätzliche Defibrillatoren unterstützt werden.
AED-Netz und Ersthelferstrukturen im Blick
Der Ausbau öffentlich zugänglicher Defibrillatoren ist Teil eines umfassenderen Ansatzes der Gesundheitsregion Plus. Parallel dazu wird im Landkreis das Ersthelfernetz der Region der Lebensretter weiterentwickelt. Qualifizierte Ersthelferinnen und Ersthelfer können bei entsprechenden Notfällen alarmiert werden und bereits vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes lebensrettende Maßnahmen einleiten.
Öffentlich zugängliche AEDs und funktionierende Ersthelferstrukturen ergänzen sich nach Angaben der Mitteilung sinnvoll. Gleichzeitig sei es wichtig, dass die Bevölkerung wisse, wo sich Defibrillatoren befinden. Deshalb verweist die Gesundheitsregion Plus auf die DefiMap der Region der Lebensretter, über die AED-Standorte eingesehen werden können.
Ziel ist es demnach, nicht nur technische Strukturen bereitzustellen, sondern auch Wissen und Handlungssicherheit in der Bevölkerung zu stärken. Im Ernstfall komme es darauf an, einen Herz-Kreislauf-Stillstand zu erkennen, den Notruf abzusetzen, sofort mit der Herzdruckmassage zu beginnen und, sofern verfügbar, einen AED einzusetzen.
Eigene Anzeige
Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen
Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.