Schulgarten macht Schulsozialarbeit an der Lindenschule erlebbar

Im Schulgarten der Lindenschule Bordesholm lernen Kinder nicht nur, wie Gemüse wächst. Das Projekt verbindet praktische Arbeit mit Schulsozialarbeit und bietet Raum, einzelne Schülerinnen und Schüler gezielt zu unterstützen.
Petra Grimm, Schulsozialarbeiterin an der Lindenschule, startete den Schulgarten vor einigen Jahren. Die Idee entstand, als sie nach einem Projekt für Jungen suchte, die ungern zur Schule kamen. Über die „GemüseAckerdemie“, ein Bildungsprogramm für Schulen, fand sie einen Ansatz für die Arbeit auf einem schmalen Grünstreifen hinter der Turnhalle.
Inzwischen verbringen jedes Schuljahr ein bis zwei Klassen jeweils zwei Schulstunden pro Woche im Garten. Die Kinder jäten Unkraut, bereiten den Boden vor, pflanzen, gießen und mähen den Rasen. Dabei beschäftigen sie sich unter anderem mit Kräutern, Humus und dem Anbau von Kürbissen, Erdbeeren und Kartoffeln.
Der Garten sei ein Beispiel dafür, wie Schulsozialarbeit die Schule über den Unterricht hinaus zu einem Lebensort machen könne, sagt Pamela Welz, Kreiskoordinatorin Schulsozialarbeit für den Kreis Rendsburg-Eckernförde. Auch einzelne Kinder, die besondere Unterstützung benötigen, könnten dort Zeit und Begleitung bekommen.
Im Kreis arbeiten nach Angaben der Medieninformation derzeit rund 70 Menschen in der Schulsozialarbeit. An anderen Schulen gibt es unter anderem Selbstbehauptungstrainings, Präventionsangebote und Demokratieprojekte. Die Schulträger sind die Anstellungsträger; auf Kreisebene werden die Fachkräfte vernetzt und Weiterbildungen sowie fachlicher Austausch ermöglicht.
Zum Monatsbeginn Oktober wurde die Ernte des Schulgartens gemeinsam verarbeitet: Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen schnitten das Gemüse klein und kochten daraus eine Suppe. Dazu gab es Brötchen mit selbst gemachter Kräuterbutter aus Kräutern der Kräuterspirale.
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