Kreis Schleswig-Flensburg informiert über Brustkrebsfrüherkennung

Brustkrebsmonat Oktober: Kreis Schleswig-Flensburg informiert zur Früherkennung, verteilt mehrsprachige Materialien und bietet Workshops in Schleswig und Kappeln.

Von Redaktion LK Schleswig-Flensburg2 Min. Lesezeit

Zum Brustkrebsmonat Oktober weist der Kreis Schleswig-Flensburg auf die Bedeutung der Früherkennung hin. Die Gleichstellungsstelle und der Fachdienst Gesundheit beteiligen sich dazu an der Kampagne „U CAN TOUCH THIS! – #CHECKDICHSELBST“ der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft e. V.

Im Kreisgebiet sollen dazu Informationsmaterialien an vielen Orten ausliegen, darunter in Beratungsstellen, Familienzentren, Sozialzentren, Berufsbildungszentren sowie im Migrationsmanagement. Die Flyer und Plakate sind nach Angaben des Kreises in mehreren Sprachen verfügbar und erklären die Selbstabtastung der Brust praxisnah.

Workshops Anfang November in Schleswig und Kappeln

Ergänzend zu den Materialien sind am 2. und 3. November Workshops zum Thema Brustkrebsfrüherkennung im Berufsbildungszentrum Schleswig und Kappeln vorgesehen. Unterstützt werden die Organisatorinnen dabei von Doris Scharrel, der ehemaligen Landesvorsitzenden des Berufsverbandes der Frauenärzte.

In den Workshops geht es auf Grundlage der Empfehlungen der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft e. V. darum, warum die regelmäßige Selbstuntersuchung der Brust ein wichtiger Bestandteil der Früherkennung ist und worauf dabei geachtet werden sollte.

Warum die Selbstuntersuchung eine Rolle spielt

Brustkrebs entsteht in der Brustdrüse, wenn sich Zellen unkontrolliert vermehren und ein Tumor entsteht. Wächst dieser zerstörend in umliegendes Gewebe ein, gilt er als bösartig. Brustkrebs, auch Mammakarzinom genannt, ist die häufigste Krebserkrankung bei Menschen mit Brüsten. Auch Menschen ohne Brüste können daran erkranken, wenn auch vergleichsweise selten.

Der Kreis verweist darauf, dass viele Menschen sich im Umgang mit der Selbstuntersuchung mehr Sicherheit wünschen oder diese Möglichkeit bislang nicht nutzen. Wer den eigenen Körper gut kennt, bemerkt Veränderungen unter Umständen früher. Als mögliche Hinweise nennt die Kampagne unter anderem Knoten, Verformungen oder Rötungen. Auffälligkeiten sollten zeitnah fachärztlich, beispielsweise in einer gynäkologischen Praxis, abgeklärt werden.

Gesetzliches Früherkennungsprogramm ab 30 Jahren

Menschen mit Brüsten können sich ab einem Alter von 30 Jahren jährlich von einer gynäkologischen Fachperson untersuchen lassen. Dazu gehört auch das Abtasten der Brust und der Achselhöhlen. Darüber hinaus kann gezeigt werden, wie die Brust regelmäßig selbst untersucht werden kann.

Nach Angaben der Kampagne können Veränderungen der Brust in jedem Alter auftreten. Als Zeitpunkt für das Tasten wird ein bis zwei Wochen nach Beginn der Regelblutung empfohlen.

So wird die Selbstuntersuchung erklärt

  • Unbekleidet vor dem Spiegel auf Veränderungen von Form, Umfang oder Haut achten.
  • Mit hochgestreckten Armen auf Hautfalten, Hauteinziehungen oder Wölbungen achten.
  • Die Brustwarzen auf Flüssigkeit prüfen, die farblich von Weiß abweicht.
  • Beide Brüste mit den Fingern der flachen Hand abtasten.
  • Schritt für Schritt vorgehen und auf Verhärtungen, Knötchen oder empfindliche Stellen achten.
  • Die Untersuchung im Liegen wiederholen.
  • Auch die Achselhöhlen abtasten.

Wer unsicher ist, kann sich die Selbstuntersuchung nach Angaben der Kampagne von einer gynäkologischen Fachperson erklären lassen. Wer Veränderungen bemerkt oder Schmerzen verspürt, sollte zeitnah einen Termin in einer gynäkologischen Praxis vereinbaren.

Weitere Informationen

Informationen zur Kampagne gibt es unter www.checkdichselbst.de. Weitere Informationen zum Kreis Schleswig-Flensburg stehen unter www.schleswig-flensburg.de.

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