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Schleswig plant Sanierung des AOK-Gebäudes

Ab 2026 soll das Gebäude am Schwarzen Weg als Bürostandort für Fachdienste dienen – Sanierung wegen Asbest und Technikmängeln erforderlich

Die Stadt Schleswig stellt die Weichen für eine neue Nutzung des Gebäudes Schwarzen Weg 9. Das städtische Gebäude, bislang von der AOK genutzt, soll ab Anfang 2026 nach Ablauf des Rückanmietungsvertrags von der Stadt selbst verwendet werden. Ziel ist es, das Gebäude als Bürostandort für verschiedene Fachdienste der Verwaltung einzurichten.

Planungsstand und Entscheidungsprozess

Aktuell befindet sich das Projekt noch in einem frühen Planungsstadium. Zwar steht fest, dass verschiedene Fachdienste der Stadt Schleswig hier einziehen werden, doch steht die genaue Belegung noch aus. Die Entscheidung über die künftigen Nutzergruppen erfolgt in enger Abstimmung zwischen Verwaltung und Kommunalpolitik. Nach Angaben der Stadt wird ein möglichst zügiger Bezug angestrebt, dieser hängt jedoch maßgeblich vom Fortschritt der anstehenden Sanierung ab.

Sanierung: Asbestfunde und technischer Nachholbedarf

Eine umfassende Grundlagenermittlung brachte zutage, dass das Gebäude unter Asbestbelastung leidet – ein Befund, der bei Immobilien aus den 1980er Jahren nicht ungewöhnlich ist. Asbest kam damals häufig als Baustoff zum Einsatz, unter anderem in Klebern oder Gipsprodukten.

Laut Mitteilung besteht keine akute Gefahr, solange das asbesthaltige Material unbeschädigt bleibt. Dennoch werden alle Sanierungsarbeiten im Zusammenhang mit Asbest ausschließlich von Fachbetrieben und unter strengen Sicherheitsvorschriften ausgeführt.

Abgesehen davon weist das Gebäude mehrere technische Defizite auf, insbesondere hinsichtlich der Elektro- und Brandschutzanlagen. Im Rahmen der Neunutzung werden daher umfangreiche Modernisierungen vorgenommen, damit das Objekt aktuellen rechtlichen und technischen Standards entspricht.

Weitere Planungen und Kostenschätzung

Eine abschließende Kostenschätzung für die Sanierung liegt derzeit noch nicht vor, da viele Details erst im Anschluss an die laufende Planungsphase festgelegt werden. Erst nach diesem Schritt können belastbare Zahlen vorgelegt werden. Die Stadt Schleswig erwartet, dass die notwendigen Abstimmungen und Planungen im Laufe des kommenden Jahres abgeschlossen werden können. Direkt im Anschluss soll die Sanierung starten und die Räume nach und nach bezogen werden.

Zielsetzung: Effizienz durch Gebäudenutzung

Durch die anstehende Nutzung des AOK-Gebäudes verfolgt die Stadt Schleswig das Ziel, bestehende Immobilien ressourcenschonend weiterzuverwenden und die eigene Verwaltungsstruktur zu modernisieren. Durch die zusätzlichen Büroflächen lassen sich verschiedene Fachdienste flexibel unterbringen, sodass mittelfristig auch die Aufgabe anderer Verwaltungsstandorte möglich wird. Dies könnte zu einer effizienteren Nutzung und Reduzierung städtischer Immobilien führen.

Mit diesem Projekt setzt Schleswig einen Akzent für nachhaltige Gebäudepolitik und moderne Verwaltungsstrukturen. Für Bürgerinnen und Bürger bleibt abzuwarten, ob die geplanten Sanierungsschritte im vorgesehenen Zeitrahmen umgesetzt werden können und wie sich die Neubelegung auf den städtischen Alltag auswirken wird.

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