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Schleswig startet großes Quartiers-Upgrade

Umbau der Stromversorgung, neuer Wochenmarkt und zukünftiger ZOB-Rückbau bis 2026

In Schleswig hat mit dem Umbau der Stromverteilung die erste Phase des ehrgeizigen Projekts „Parkhausquartier“ begonnen. Diese Maßnahme stellt den Startpunkt für eine weitreichende städtebauliche Transformation im Zentrum der Stadt dar und verändert bereits jetzt das gewohnte Bild rund um den Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) und das Stadtfeld.

Beginn der Umbauarbeiten: Stromstation und Sperrungen

Seit gestern ist der Verbindungsweg zwischen Schwarzen Weg und ZOB Schleswig teilweise gesperrt. Hintergrund ist die Einrichtung einer neuen Stromstation. Diese bildet die Voraussetzung für den anschließenden Rückbau bestehender Gebäude und ist essenziell für die Entwicklung des neuen Parkhausquartiers.

Die befristete Sperrung wird voraussichtlich bis Freitag, 6. Juni 2025, andauern. Währenddessen bleibt der Zugang zum Areal eingeschränkt.

Verlegung des ZOB: Fortschritte im Projektverlauf

Im Rahmen der städtebaulichen Entwicklung steht die Verlagerung des Zentralen Omnibusbahnhofs von der Königstraße auf das Stadtfeld im Fokus. Bereits jetzt wurden wichtige Weichen gestellt:

  • Beantragung der Fördermittel
  • Durchführung der Ausschreibungen für die Bauleistungen
  • Prüfung der eingegangenen Angebote
  • Die eigentlich vor Ostern geplanten Bauarbeiten verzögerten sich wegen der Abhängigkeit von Fördermittelbescheiden. Dennoch ist mit dem aktuellen Bauabschnitt der sichtbare Startschuss gefallen. Der offizielle Baubeginn folgt nach dem geplanten Bauanlaufgespräch.

    Kommende Arbeiten auf dem Stadtfeld

    Als nächstes steht die Umverlegung von Stromverteilern und Wasserleitungen im nördlichen Stadtfeld an. Im Anschluss wird dort eine asphaltierte Fläche geschaffen, die wichtige Funktionen erfüllen soll – insbesondere wird sie als hygienische Basis für den Wochenmarkt und andere Nutzungen dienen.

    Einschränkungen und neue Verkehrsführung

    Mit dem Fortschreiten der Arbeiten kommt es zu Einschränkungen bei den Parkmöglichkeiten auf dem Stadtfeld: Parkplätze im jeweiligen Baufeld entfallen temporär. Dennoch sind geplante Veranstaltungen – nach Abstimmung mit dem Fachdienst Ordnung und Bürgerangelegenheiten – weiterhin möglich.

    Finanzielle Eckdaten

    • Herstellung des provisorischen Stadtfeldes: rund 486.000 Euro (Förderquote: 75 Prozent)
    • Rückbau der ZOB-Gebäude an der Königstraße 6 und Plessenstraße 11: ca. 279.000 Euro
    • Vorbereitung für den Rückbau: Naturschutz und Schadstoffprüfung

      Der beauftragte Abbruchplaner bereitet aktuell die Ausschreibung für den Rückbau der Bestandsgebäude in der Königstraße vor. Parallel laufen vorbereitende Maßnahmen:

      • Beantragung der notwendigen Baumfällgenehmigungen bei der Unteren Naturschutzbehörde (UNB)
      • Beauftragung von Ausgleichsmaßnahmen für Mehlschwalbennester
      • Durchführung von Schadstoffuntersuchungen an den bestehenden Gebäuden
      • Der planmäßige Start der Abbrucharbeiten ist für das erste Quartal 2026 angesetzt, sobald Ausschreibung und Vergabe der Bauleistungen abgeschlossen sind.

        Ausblick: Schleswig wagt den großen Wurf

        Mit diesen Schritten setzt die Stadt Schleswig den Auftakt für eines der wichtigsten Transformationsprojekte der kommenden Jahre. Die Entwicklung des Parkhausquartiers soll das Stadtbild nachhaltig prägen und einen neuen urbanen Raum schaffen, der sowohl funktional als auch architektonisch Maßstäbe setzt.

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