Wikinger im Dialog
Städtepartnerschaft zwischen Schleswig und Waren fördert Verständnis für kulturelle Vergangenheit und gesellschaftliche Fragen

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Die jüngste Veranstaltung in der Städtepartnerschaft zwischen Schleswig (Müritz) und Schleswig hat neue Akzente im Austausch über Kulturgeschichte und gesellschaftliche Verantwortung gesetzt. Im Schleswiger Rathaus trafen sich Vertreter*innen beider Städte mit einer Delegation junger Menschen aus Waren, um sich intensiv mit dem Thema "Wikinger-Kult und seine Rolle in politischen Diskursen sowie in Subkulturen" auseinanderzusetzen.
Intensiver Austausch im Zeichen der Wikingerkultur
Der Treffpunkt bot einen Rahmen für einen regen Dialog über die Bedeutung und Einflussgeschichte der Wikingerkultur in heutigen gesellschaftlichen Debatten. Im Fokus standen Fragen zur gesellschaftlichen und politischen Situation in Schleswig und Waren sowie die Auswirkungen dieser Bedingungen auf das demokratische Zusammenleben. Zudem wurden Möglichkeiten erörtert, wie junge Menschen stärker in das partnerschaftliche Miteinander eingebunden und künftige Projekte gemeinsam gestaltet werden können.
Seminar "Zwischen Mythos und Wirklichkeit"
Das Seminar, das vom 27. bis 29. März 2025 in Schleswig stattfand und von der Europäischen Akademie Mecklenburg-Vorpommern e.V. organisiert wurde, widmete sich der Verbindung von historischen Fakten mit aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen. Unter Leitung von Dr. Matthew Heidtmann richtete es einen kritischen Blick auf die Rolle, die nordische Mythen und Symbole heute in unterschiedlichen politischen Diskursen und insbesondere im Rechtsextremismus spielen.
Fachlicher Input und kritische Auseinandersetzung
Zum vielfältigen Programm zählten theoretische Einheiten sowie Exkursionen, beispielsweise zum Archäologischen Landesamt. Fachvorträge und Diskussionsrunden beleuchteten insbesondere:
Zu den Referierenden gehörten Matthias Toplak (Museumsleitung Wikinger Museum Haithabu), Dr. Ulf Ickerodt (Leiter des Archäologischen Landesamtes) sowie Torsten Nagel von der Regionalen Beratung gegen Rechtsextremismus (AWO Schleswig-Holstein e.V.), die mit ihrer Expertise zur fundierten Diskussion beitrugen.
Bedeutung für die Städtepartnerschaft und das demokratische Bewusstsein
Durch die thematische Tiefe und Offenheit der Begegnung wurde ein wichtiger Beitrag zur Festigung der Städtepartnerschaft geleistet. Der Austausch insbesondere mit jungen Menschen fördert das gegenseitige interkulturelle Verständnis und unterstützt die Entwicklung eines vielseitig reflektierten demokratischen Bewusstseins. Wie in der Veranstaltung betont, stärkt die Beschäftigung mit historischen und politischen Themen nicht nur das Verständnis zwischen den Partnerstädten, sondern auch das Bewusstsein für demokratische Werte im Allgemeinen.
Ausblick und Möglichkeiten der Partizipation
Im Rahmen der Diskussion wurden auch konkrete Ideen für zukünftige Projekte gesammelt, die einen niedrigschwelligen Zugang zu Themen wie Demokratiebildung und kulturellem Erbe ermöglichen sollen. Besonderes Augenmerk gilt dabei der aktiven Beteiligung junger Menschen, um den interkommunalen Austausch lebendig zu halten und weiter auszubauen.
Organisation und Kontakt
Das Seminar wurde von der Europäischen Akademie Mecklenburg-Vorpommern e.V. durchgeführt. Für Rückfragen steht die Leitung der Akademie zur Verfügung.
Die beigefügte Pressemitteilung sowie das Foto der Veranstaltung (© Stadt Schleswig) stehen für weitere Berichterstattung bereit. Die Städtepartnerschaft blickt durch den gelungenen Dialog gestärkt in die Zukunft.
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