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Minensuchboot „Dillingen“ kehrt nach NATO-Einsatz zurück

Sechs Monate im Einsatz: Neun Minen entschärft und internationale Zusammenarbeit gestärkt

Von Redaktion

Das Minenjagdboot "Dillingen" kehrt am Mittwoch, den 17. Dezember 2025, pünktlich zu den Weihnachtstagen in seinen Heimathafen Kiel zurück. Nach sechs intensiven Monaten im Einsatz als Teil der Standing NATO Mine Countermeasures Group 1 (SNMCMG 1) endet für die Besatzung eine herausfordernde Zeit – geprägt von internationalen Kooperationen und anspruchsvollen Aufgaben.

Rückkehr nach erfolgreichem NATO-Einsatz

Insgesamt 41 Besatzungsmitglieder, darunter ein eingeschifftes Minentaucherteam, waren an Bord der "Dillingen" im Einsatz. Besonders bemerkenswert war der Kommandantenwechsel während des Einsatzes: Korvettenkapitän Alexander Stolze übernahm die Führung und betonte die professionelle Zusammenarbeit sowie die erfolgreiche Integration von Abläufen und Prioritäten unter neuen Führungsstrukturen.

Stolze berichtet: „Meine persönlichen Ziele lagen darin, zusammen mit der Mannschaft zusammenzuwachsen. Bei jedem Kommandowechsel gehen Änderungen bei Abläufen, Verfahren und Prioritätensetzungen einher, die sich einspielen müssen. Die Erwartungen wurden im vollen Umfang erfüllt, da wir unsere Arbeit stetig optimiert haben.“ Auch die Kooperation zwischen den internationalen Partnern hebt der Kommandant als herausragend hervor: „Die Zusammenarbeit zwischen den internationalen Partnern war geprägt von gegenseitiger Unterstützung. Diese Unterstützung musste nicht nur groß koordiniert, sondern wurde automatisch angeboten und bereitgestellt. Alles unter dem Motto: ‚Wir sind ein Team‘.“

Einsätze und Aufgabenfelder im Einsatzgebiet

Während ihres Einsatzes in überwiegend nord- und ostsee-nahen Seegebieten hatte die Besatzung zahlreiche Aufgaben zu bewältigen. Sturm, Sand, nordische Küsten und eisige Winde bestimmten den Arbeitsalltag. Der Fokus lag vor allem auf dem Identifizieren und Beseitigen von Altlasten im Meer: 419 Unterwasserkontakte wurden ausgemacht, neun davon kontrolliert gesprengt. Diese Maßnahmen dienen der Sicherheit der Seefahrt und tragen dazu bei, alte Munition aus vergangenen Konflikten unschädlich zu machen.

Die Rolle der SNMCMG 1 und der NATO-Verbände

Die "Dillingen" war im Rahmen der Standing NATO Mine Countermeasures Group 1 Teil eines ständigen maritimen Verbandes der NATO. Dieser Verband trainiert regelmäßig alle Aspekte der Minenbekämpfung und leistet damit einen Beitrag zur Sicherheit auf See. Neben konkreten Einsätzen zur Beseitigung von Altlasten finden unter dem Dach der NATO ständige Manöver und Ausbildungsprogramme statt. Die Einheiten, zu denen auch die „Dillingen“ gehört, zählen zu den sogenannten High Readiness Forces, die besonders schnell für Einsätze im Krisenfall verfügbar sind.

Der Oberbefehl der Verbände liegt beim Supreme Allied Commander Europe (SACEUR). Durch gemeinsame Übungen und den ständigen Austausch unter den NATO-Mitgliedsstaaten wird die Einsatzbereitschaft regelmäßig unter Beweis gestellt und weiterentwickelt.

Persönliches und Ausblick

Nach einem erfolgreichen Einsatz freut sich die Crew darauf, die bevorstehenden Feiertage im Kreis ihrer Familien und Liebsten verbringen zu können. Für das neue Jahr stehen bereits weitere Aufgaben an. Besonders hervorzuheben ist dabei der portugiesische Taucher an Bord, dem die weiteste Heimreise noch bevorsteht.

Presseinformation und Akkreditierung

Medienvertreter sind eingeladen, das Einlaufen der "Dillingen" am 17. Dezember 2025 zu begleiten. Der Termin findet im Marinestützpunkt Kiel-Wik statt. Für die organisatorische Planung ist eine rechtzeitige Akkreditierung notwendig – Nachmeldungen sind ausgeschlossen.

  • Termin: Mittwoch, 17. Dezember 2025, 10:00 Uhr (Eintreffen spätestens 9:15 Uhr)
  • Ort: Marinestützpunkt Kiel-Wik, Schweriner Straße 17A, 24106 Kiel
  • Anmeldung: Akkreditierung bis spätestens Dienstag, 16. Dezember 2025, 12:00 Uhr per E-Mail
  • Der erfolgreiche Abschluss des NATO-Einsatzes demonstriert das hohe Ausbildungsniveau der Bundeswehrbesatzungen und unterstreicht die Bedeutung internationaler Kooperationen für die kollektive Sicherheit auf See. Die Rückkehr der "Dillingen" markiert nicht nur ein Ende, sondern bietet Anlass, auf zukünftige Herausforderungen und gemeinsame Erfolge zu blicken.

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